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Blumen für die RP-Redaktion

Man kann ja auch in Bescheidenheit sterben. Vor einigen Tagen las ich in meiner bevorzugten Tageszeitung, der Rheinischen Post in #Düsseldorf, eine kleine Meldung, auf die ich in dieser #Kolumne eingehen möchte: „Die Rheinische Post war im Jahr 2017 erneut die mit den meisten exklusiven Nachrichten in anderen Medien zitierte #Regionalzeitung in Deutschland. Das ergab eine Auswertung des Medien-Dienstleisters Press Relations.“

Aber hallo! Das ist eine Nachricht, die uns Leserinnen und Leser aufhorchen lassen sollte. Dafür hat die RP-Redaktion einen Blumenstrauß verdient. Denn das bedeutet, dass da eine Menge Journalisten der #RP eine Menge exklusive Nachrichten herangeschafft hat. Und diese Nachrichten waren so bedeutsam, dass viele andere Tageszeitungen, TV- und Hörfunk-Sendungen sowie Online-Medien diese von der RP recherchierten und veröffentlichten Nachrichten auch noch weiter verbreitet haben.

Tageszeitung versteckt Lob

Die Rheinische Post versteckt das Qualitäts-Lob leider in einer kleinen Meldung. Dabei hätte man doch gut noch einmal zurückblicken können: Auf die besten Exklusiv-Nachrichten. Auf die Arbeitsmethoden, durch die die Super-News zustande gekommen sind.

Es ist die Angewohnheit von Tageszeitungen, wenig über ihre eigenen Produktvorteile zu schreiben. Diese Zurückhaltung sollten die Zeitungen schnellstens aufgeben. Denn viele LeserINNen lassen sich nur allzu leicht durch negative Stimmungsmache und Medienkritik beeinflussen. Stichworte sind da #FakeNews und #Lügenpresse.

„Lügenpresse“ ist FakeNews

Die Tageszeitungen sind diesen Kategorien nicht zuzuordnen. Blätter wie die @RheinischePost bieten ein umfangreiches Qualitätspotenzial:

  • Tageszeitungen sind in der Regel von politischen Parteien und Einflüssen der Wirtschaft unabhängig
  • Sie verfügen über gut ausgebildete, meist auf Ressorts wie Politik, Wirtschaft, Kultur oder Sport und anderes spezialisierte Redakteure und engagierte Mitarbeiter
  • Die Redaktionen gehen verantwortungsvoll und professionell mit dem täglichen Nachrichtenangebot um
  • Die Tageszeitungen veröffentlichen die aktuellsten und die  wichtigsten Nachrichten
  • Die Redakteure prüfen die ihnen gelieferten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt
  • Im Gegensatz zum Internetangebot finden bei den Zeitungen eine nach Wichtigkeit geordnete Auswahl statt. Es gibt wenig Beliebigkeit.
  • Wer die Tageszeitung liest wird in jedem Fall – im Gegensatz zum allgemeinen Internet – mit den wichtigsten und aktuellsten Nachrichten versorgt
  • Die Online-Angebote der Tageszeitungen arbeiten in der Regel ebenso verantwortungsvoll und qualifziert wie die Druckausgaben der Blätter

RP wichtiger als Tagesschau

Jetzt habe ich ja eine große Hymne auf die Tageszeitungen geschrieben. Zurecht. Tageszeitungen sind und bleiben nach wie vor das wichtigste Angebot bei der täglichen Nachrichten-Vermittlung. Wer über das aktuelle Zeitgeschehen umfassend informiert werden will, braucht mehr als Nachrichtensendungen in Fernsehen oder Hörfunk.

Um ein Beispiel zu geben: Die Nachrichten von #Tagesschau und #ZDF-Heute enthalten etwa die Informationen einer halben bis maximal einer Seite der Rheinischen Post. Eine Tageszeitung bietet dagegen täglich 30 Seiten und mehr. Also viel, viel mehr Informationen. Vor allen Dingen gibt es zusätzlich viele Hintergrund-Infos. Und nicht zuletzt lesen wir auch wichtige Nachrichten aus der Region und der Stadt, in der wir leben.

Lesen wir also weiterhin die Tageszeitung gedruckt oder online, wenn wir gerne täglich rundum gut informiert sein wollen. Die Tageszeitung ist der Info-King.  Tageszeitung-Lesen macht schlau. Nur dann können wir mitreden – und wer will das nicht.

 

(Zeitgleich veröffentlicht in meinem Freitags-Blog „Auf einen Cappuccino“ im Wirtschaftsportal Business-on.de

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