In Berlin bahnt sich derzeit ein Skandal an, dessen ganze Tragweite viele Beobachter noch gar nicht erkannt haben. Medien und Politiker äußern zwar verhaltene Kritik, doch im Kern geht es um ein gravierendes Fehlverhalten: Während in vier Berliner Stadtteilen der Strom und die Heizungen ausgefallen waren, ging der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erst in Homeoffice und dann zum Tennisspielen.
100 000 Bürger ohne Strom
Der Stromausfall begann gegen sechs Uhr Samstagmorgen und legte die Versorgung von etwa 50 000 Haushalten und Betrieben für mehrere Tage bis Donnerstagnachmittag lahm.
Insgesamt waren rund 100 000 Menschen von diesem Strom-GAU betroffen. Samstagmorgen (3.1.2026) um 8 Uhr wurde Wegner über das Ereignis informiert. Er will daraufhin mehrere Stunden im Homeoffice gearbeitet haben, bevor er sich von 12:00 bis 13:00 Uhr zum Sport begab.
Ein Manager, der nach 4 Stunden Arbeit zum Tennisspiel geht, um „den Kopf frei zu kriegen“ (Wegner Begründung fürs Tennisspielen), sitzt auf dem falschen Stuhl.
Den ganzen Tag Homeoffice
Dieses Verhalten erscheint angesichts der Lage ohnehin unangemessen: Wenn man die Berliner Verwaltung als ein großes Unternehmen betrachten würde, hätte wohl niemand Verständnis, wenn der Unternehmenschef in einer solchen Krisensituation im Homeoffice bliebe und zwischendurch dieses zum Tennisspielen verließe.
Den gesamten Tag über blieb der Bürgermeister nach eigenen Angaben im Homeoffice.
Wachhund in der Hundehütte
Homeoffice! Das ist so, als würde sich ein Wachhund in einer Gefahrensituation in seiner Hundehütte verstecken, statt laut zu bellen.
Dabei wäre eine Krisensitzung im Roten Rathaus unter seiner Leitung dringend notwendig gewesen. Schließlich mussten zahlreiche Bereiche koordiniert werden – von der Gesundheitsversorgung über Polizei und innere Sicherheit bis zur Energie- und Heizungsversorgung und der Evakuierung von Bewohnern und Personal in Altenheimen.
Eine aktive Führung und enge Abstimmung zwischen den Verwaltungsebenen wären unerlässlich gewesen.
Auch Bildungssenatorin beim Sport
Erschwerend kommt hinzu, dass Wegner in Begleitung seiner Lebensgefährtin Katharina Günther-Wünsch, der Berliner Bildungssenatorin, auf dem Tennisplatz gesehen wurde.
Auch bei ihr drängt sich die Frage auf, ob in dieser Situation nicht ebenfalls dringlichere Aufgaben bestanden hätten – etwa die Koordination des Schulbetriebs und die Organisation zur Unterstützung betroffener Familien mit ihren Schulkindern.
Ausmaß des Chaos nicht erkannt
Offenbar erkannte der Regierende Bürgermeister das Ausmaß der Gefahrenlage zu spät oder bis heute nicht. Jedenfalls ist er sich bislang keiner Schuld und keines Versagens bewusst.
Erst die offensichtlich sehr engagierte Energie- und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) soll beispielsweise dafür gesorgt haben, dass Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert wurde.
Wegner täuschte die Öffentlichkeit
Zudem stellte sich heraus, dass „Berlins Regierender“ die Öffentlichkeit zunächst über seinen tatsächlichen Aufenthaltsort am Tag des Stromausfalls getäuscht hatte: Er berichtet auf Fragen eines Journalisten zunächst nur, dass er sich den ganzen Samstag über im Home-Office hinter verschlossener Tür aufgehalten habe. Erst Tage später räumte er ein, zwischendurch tatsächlich eine Stunde Tennis gespielt zu haben.
Politikwissenschaftler und Verwaltungsfachleute kritisieren ein eklatantes Führungsversagen. Gerade in einer der größten Energiekrisen der Nachkriegszeit hätte von der Spitze der Berliner Verwaltung entschlossenes Handeln erwartet werden können.
Rücktritt des „Regierenden“ gefordert
Am Ende bleibt der Eindruck eines eklatanten Versagens der Führung der Berliner Verwaltung – und vor allem des Regierenden Bürgermeisters Wegner, der nach Ansicht mancher Beobachter und Politiker die politische Verantwortung übernehmen und zurücktreten sollte.

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Foto Schneemann: KI Perplexity
Fotoporträt Jamin: Fyeo

