CDU und Grüne werden gemeinsam mit Oberbürgermeister Stephan Keller die Landeshauptstadt Düsseldorf in eine Kostenkrise treiben. Die beiden Parteien wollen mehr als zwei Milliarden Euro für den Neubau der Oper ausgeben. Dabei haben sich die Schulden der Stadt Düsseldorf ohnehin schon im aktuellen städtischen Haushalt – ohne Oper – auf etwa 900 Millionen Euro erhöht – mit Steigerungen muss gerechnet werden.
Die Millarden-Investition für die neue Oper wird den städtischen Haushalt in Zukunft nicht nur stark, sondern katastrophal belasten. Denn notwendige Ausgaben für Schulen, öffentliche Einrichtungen wie das technische Rathaus, Straßen, Brücken, ÖPNV, Plätze und vor allem für den Klimaschutz werden darunter massiv leiden. Gerade erst wurde beispielsweise das Förderprogramm für Wärmepumpen und Solaranlagen mit Hinweis auf die schlechte Haushaltslage der Stadt gestoppt.
Kein Mehrwert für Bürger*innen
Das Geld soll in eine neue Oper fließen, die der Stadt Düsseldorf nichts, aber auch gar nichts bringen wird. Es ist eine Investition für eine kleine Schicht von Düsseldorferinnen und Düsseldorfern, die sich für Oper interessieren. Für die geschätzt 95 Prozent der übrigen Bürgerinnen und Bürger wird dieser Bau keinerlei Mehrwert haben.
Während in anderen Städten – etwa Hamburg – engagierte Menschen private Millionenbeträge in kulturelle Großprojekte investieren, lehnt sich der Düsseldorfer Freundeskreis der Oper bequem zurück. Kein Cent wird von diesem elitären Zirkel beigesteuert.
Milliarden-Schulden ohne Sinn
Nach neuesten Berechnungen soll die Oper rund eine Milliarde Euro kosten. Die Rheinische Post errechnete, dass allein die Zinslast in den nächsten Jahrzehnten mindestens 800 Millionen Euro betragen wird.
Wer weiß, wie öffentliche Bauprojekte entstehen und welche Mehrkosten üblicherweise auftreten, wird diese Zahlen skeptisch betrachten. Realistisch dürfte die neue Oper eher bis zu 2,5 Milliarden Euro kosten.
Ein Beispiel: Für ein in Düsseldorf geplantes technisches Rathaus wurden vor Jahren per Ratsbeschluss 260 Millionen € eingeplant. Inzwischen sind Baukosten in Höhe von 500 Millionen € in der politischen Diskussion. Die Kosten werden sich also voraussichtlich verdoppeln.
100 € Zuschuss fürs Opernticket
Das Budget für eine neue Oper ist eine gewaltige Summe, mit der Düsseldorf viel Sinnvolleres für die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger tun könnte. Eine Interimsspielstätte kostet zusätzlich etwa 75 Millionen Euro.
Steigende Personalkosten und Energiepreise könnten die jährlichen Betriebsausgaben für eine neue Oper auf 10 bis 20 Millionen Euro oder mehr treiben, abhängig von der Kapazität nach Eröffnung um 2032. In Düsseldorf wird ohnehin jedes Opernticket mit mehr als 100 € von der Stadt, also von allen Bürgern, bezuschusst.
Oper lockt keine Manager mehr
Der Opernneubau dagegen wird keine nachhaltigen Vorteile bringen – weder mehr Touristen, die ohnehin lieber moderne, attraktive Häuser in Hamburg oder Oslo oder Traditionsopern in Mailand besuchen, noch ein besseres Image oder neue Unternehmensansiedlungen.
Früher galt die Annahme, dass etwa ein besonders renommiertes Stadttheater Manager großer Industrieunternehmen anlocken könnte. Doch diese Zeit ist vorbei. Die wenigen Entscheider, die heute noch Standorte wechseln, tun das nicht wegen einer Oper. Düsseldorf, einst „Schreibtisch des Ruhrgebiets“, sollte das wissen.
Kultur ist ein Gefühl der Bürger*innen
Kultur und eine Kultureinrichtung wie eine Oper ist nicht nur ein Gebäude, es ist vor allen Dingen ein Gefühl. Für diejenigen, die das Gebäude nutzen, aber auch für diejenigen, die in einer Stadt oder Gemeinde mit diesem Gebäude leben. Ich habe in den vergangenen Jahrzehntennoch nie so viele negative Leserbriefe in der Rheinischen Post gelesen wie zur neuen Oper.

Wie die gewaltige Menge an negativer Leserbriefe in der Rheinischen Post zeigt, überzeugt das Opernprojekt auch die Düsseldorfer Bevölkerung kaum. im Gegenteil: die neue Oper wird nicht im Interesse der Düsseldorfer Bevölkerung errichtet. Selbst Stimmen aus der Wirtschaft, die den Bau unterstützen, sind bislang kaum zu hören.
Millionenschaden für Geschäftswelt
Hinzu kommt, dass mitten im Stadtzentrum ein riesiger, plumper Gebäudekomplex entstehen wird, der das Stadtbild verschandelt. Besonders die Geschäftswelt rund um die Baustelle wird massiv betroffen sein. Schon der U-Bahn-Bau hat sie über Jahre beeinträchtigt und Umsätze in Millionenhöhe gekostet. Nun drohen weitere magere Jahrzehnte.
Unter dem früheren CDU-Oberbürgermeister Joachim Erwin war Düsseldorf geschönt schuldenfrei. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hingegen gräbt der Stadt derzeit gemeinsam mit CDU- und Grünen-Politikern ein Milliardenschuldenloch.
Politik braucht Mut für ein Ende
Der Bundespräsident hat Weihnachten von den Deutschen mehr Mut verlangt. Düsseldorfs Politiker sollten den Mut haben, ihr riskantes Neue-Oper-Projekt zu beenden.
#Shortstorys #Düsseldorf #jaminautor #BlogAufEinenCappuccino #Literatur #Kurzgeschichten#BookTok #StoryTok #BuchTok #NeueOperDüsseldorf #OperKritik #MilliardenOper#KlimastadtZuerst #DüsseldorfZukunft #BürgerProtest #CDUGrüneOper #KlimaschutzJetzt#JugendDüsseldorf #OperVsKlima #WehrhahnOper #SnøhettaEntwurf #BürgerentscheidOper#LuxusVsNot #KlimafesteStadt #OpernhausZukunft #DüsseldorfKritik #GegenOperNeubau#Klimapriorität #JugendWichtiger
Fotomontage Oper im Euroberg: Jamin mit KI ChatGPT und Opernfoto von Snøhetta Oslo AS
Fotoporträt Jamin: Fyeo

