In meinem Bekanntenkreis gibt es einige, die Sympathie für die Partei Alternative für Deutschland (AfD) haben. Ich frage diese Menschen auf diesem Weg, ob sie nach dem jüngsten Besuch des Rechtsextremen Björn Höcke in Dortmund und Düsseldorf inzwischen Zweifel an ihrer Nähe zu dieser in Teilen rechtsextremen Partei haben.
Machtkampf in der NRW-AfD
Björn Höcke wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft; vor diesem Hintergrund ist es zulässig, ihn als rechtsextrem zu bezeichnen. Der Politiker, einst Geschichtslehrer, steht damit hinter einer sehr niedrigen Brandmauer innerhalb der AfD.
Die Vorträge Höckes in Nordrhein-Westfalen markieren allerdings in diesen Tagen einen Machtkampf zwischen den vermeintlich „gemäßigten“ Mitgliedern der NRW-AfD und jenen, die sich in der Nähe des Rechtsextremen wohlfühlen.

AfD-Fans ignorieren Klimawandel
Wer für die AfD ist, steht auch für die prägenden Eigenarten dieser Partei:
- Er ignoriert den Klimawandel.
- Er findet nicht nur den Rechtsextremen Höcke gut, sondern auch all die anderen Rechtsextremen in dieser Partei.
- Er ist für die „Remigration“ von Ausländerinnen und Ausländern, auch solchen mit deutschem Pass.
- Er ist gegen Europa und für den Nationalstaat Deutschland – mit all seinen wirtschaftlichen Nachteilen.
- Er ist gleichzeitig für und gegen den Militärdienst bei der Bundeswehr.
- Er findet Putin und Trump gut.
AfD-Fans wechseln politischen Standort
Wer für die Alternative für Deutschland (AfD) ist, kann sich nicht die besten Argumente für seinen politischen Standort heraussuchen:
- Er wolle nur protestieren.
- Er wolle den „Altparteien“ eine Lehre erteilen.
- Er wolle nur frischen Wind in die deutsche Politik bringen.

Gehässigkeiten von Alice Weidel
Wer für die AfD ist, steht für alles, was im Parteiprogramm dieser Partei formuliert ist. Er wird mit allen Sprüchen, Gehässigkeiten und Hetzereien der AfD-Chefin Alice Weidel und anderer Politikerinnen und Politiker identifiziert.
Jede und jeder, die oder der die AfD wählt oder sie sympathisch findet, steht für alles, was diese Partei an politischen Inhalten durch ihre Mitglieder und Repräsentanten vertritt.
Die Sprüche der AfD-Politiker
Und das sind auch Äußerungen wie diese:
„Schauen Sie sich doch mal diesen Verfassungsschutzpräsidenten in Thüringen an, diesen Kramer da, mit diesem Bart und so. Wie der aussieht …“ (AfD-Bundeschefin Alice Weidel)
„Bevor nur ein einziger junger Mensch in diesem Land zwangsweise wieder in Uniform antreten soll, muss dieser Staat endlich wieder ein Staat für die Deutschen werden.“ (AfD-Politiker Björn Höcke)
„Wir müssen abschieben, abschieben, abschieben, bis Deutschland wieder Heimat wird.“ (Helmut Strauf, neu gewähltes Vorstandsmitglied der AfD-Jugendorganisation ‘Generation Deutschland’“)

Bruch mit politischer Vergangenheit
Wer die AfD wählt, bricht mit seiner politischen Vergangenheit und seinen bisherigen Ansichten:
- Er ist nicht mehr christlich-sozial.
- Er ist nicht mehr sozialdemokratisch.
- Er ist nicht mehr grün und entschieden gegen den Klimawandel.
- Er ist nicht mehr liberal und den Werten unserer zivilisierten Gesellschaft verpflichtet.
- Er ist nicht mehr links und entschieden sozial.
AfD-Fans verlassen demokratisches Lager
Wer die AfD wählt, ist auch kein Freigeist. Nein, er akzeptiert deren Ungeist, deren irrationale Sprüche sowie deren unsoziale und in vielen gesellschaftlichen Bereichen zerstörerische Eigenarten.
Kurz: Wer AfD wählt, verlässt das demokratische Lager der Mitte mit ihren linken und rechten Rändern und begibt sich auf einen politischen Irrweg – hin zum Rechtsextremismus.
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Fotos mit AfD-Sprüchen: Jamin
Fotoporträt Jamin: Fyeo

