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Deutschlands große Solar- und Windenergie ist im Kriegsfall ein sicheres Schutzschild

Im Schatten des Nahostkrieges zwischen den USA, Israel und Iran wirkt die deutsche Energiedebatte plötzlich nicht mehr wie eine grüne Wohlstandsfrage, sondern wie eine coole Sicherheitsstrategie. 

Plötzlich zählen nicht mehr nur Cent pro Kilowattstunde, sondern Fragen wie: Wer kann uns im Bereich der Energieversorgung erpressen? Welche Energie-Infrastruktur lässt sich mit Raketen, Drohnen oder Cyberangriffen ausschalten? Und wie oft geht dann wirklich das Licht aus?

Aus Risiko wird großer Vorteil

Auf den ersten Blick klingt ein Stromsystem mit 60 Prozent Wind- und Solarenergie nach Risiko. Wetterlaunen statt planbarer Kohle- und Gaskraftwerke, schwankende Einspeisung, Netze am Limit – das ist das Bild, das viele vor Augen haben. 

Aber die Logik des Krieges dreht manche Argumente um. Das, was im Alltag vielleicht als unbequem und etwas unsicher gilt, kann im Ernstfall ein Schutzschild sein.

Fossile Energie macht verletzlich

Denn fossile Energie macht verletzlich. Wer Kohle, Öl und Gas importieren muss, ist abhängig von Häfen, Pipelines, Tankern – und damit von Handelswegen, die im Konfliktfall blockiert, sabotiert oder politisch instrumentalisiert werden können. 

Die Gaskrise nach dem Angriff auf die Ukraine war da nur ein Vorgeschmack. Die gegenwärtige, weltweite Energiekrise, ausgelöst durch die kriegsbedingte Sperrung der „Straße von Hormus“ durch den Iran, zeigt deutlich die Gefahren auf. Je weniger ein Land etwa auf Öl und Gas aus dem Ausland angewiesen ist, desto schwerer lässt es sich energetisch erpressen oder schaden.

Millionen kleine Strom-Kraftwerke

Hinzu kommt die Architektur des Systems. Klassische Energieversorgung baut auf einigen wenigen großen Kraftwerken und Knotenpunkten auf. Wer diese trifft, legt Regionen oder im Extremfall ganze Länder lahm. Das macht sie zu idealen Zielen, wie man es in der Ukraine beobachten konnte. 

Erneuerbare Energien dagegen wachsen in die Fläche: Es gibt Millionen von Windrädern, Solardächern, Bioenergieanlagen – tausende Einspeisepunkte, verteilt über Städte und Dörfer. Man kann sie stören, sabotieren, beschädigen – aber man kann sie kaum „auf einen Schlag“ ausschalten.

Strategisch stark durch Wind und Sonne

Das ist die strategische Stärke eines hohen Anteils von Wind und Solar: Dezentralität. Jede Kommune, jedes Gewerbegebiet mit Solardächern, vielleicht lokalen Speichern oder einem kleinen Blockheizkraftwerk, ist ein kleines Stück Autonomie. 

Statt weniger „Kronjuwelen“ der Infrastruktur, die beschützt werden müssen, entsteht ein Flickenteppich aus vielen kleineren Energieressourcen. Das ist im Friedensbetrieb vielleicht ein wenig anstrengend – im Kriegsfall jedoch ein riesiger Pluspunkt.

IT-Sicherheit ist besonders wichtig

Natürlich ist das kein Selbstläufer. Ein Land, das zu 60 Prozent auf Wind und Sonne setzt, aber keine Speicher, keine Reservekraftwerke und keine belastbaren Netze hat, tauscht lediglich eine Verwundbarkeit gegen mehrere neue ein. 

Die Achillesferse verlagert sich: vom Gaslager zur Netzleitstelle, von der Pipeline zur Serverfarm. Denn die vielen vernetzten Anlagen benötigen digitale Steuerung – ein gefundenes Fressen für Cyberangriffe, wenn IT-Sicherheit und Notfallpläne nicht mitwachsen.

Das Wetter ist ein Risiko-Faktor

Auch das Wetter bleibt ein Faktor. Ein windstiller Hochdruckwinter mit wenig Sonne ist eine Herausforderung – im Frieden wie im Krieg. Der Unterschied: In einem durchdachten System fangen Speicher, flexible Verbraucher, Lastmanagement und rückverstromte Gase diese Dellen ab. 

Die Frage ist also weniger: „Ist 60 Prozent Wind und Sonne im Kriegsfall gut oder schlecht?“ Sondern: „Ist das Gesamtsystem robust gebaut – oder nur hübsch bilanziert?“

Militärische Fragen in der Klimapolitik

Deutschland bewegt sich bereits in diese Richtung. Der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix nähert sich idealen Größenordnungen. Die Debatte aber hängt oft in der Komfortzone fest: Strompreise, Bürokratie, Akzeptanz. Alles wichtig – aber zu kurz gesprungen. 

Energiesouveränität, Resilienz gegen Angriffe, die Fähigkeit, Stadtwerke, Krankenhäuser, Rechenzentren und kritische Infrastruktur auch bei Störungen weiter zu versorgen – das sind eigentlich militärische Fragen, die in der Klimapolitik mitschwingen.

Es geht nicht mehr nur um Klimaziele

Die unbequeme Wahrheit ist: Ein fossiles Stromsystem ist militärisch übersichtlich, aber politisch erpressbar. Ein erneuerbares, dezentrales Stromsystem ist technisch komplizierter, aber strategisch freier. 

Wer in solchen Zeiten über Windräder und Solardächer streitet, sollte das bedenken. Es geht längst nicht mehr nur um Klimaziele – es geht um die simple Frage, wie erpressbar wir im Kriegsfall sein wollen.

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Quellen:

Text: Unterstützt mit KI von Perplexity

Foto alternative Energie und Kriegsmaschinerie: KI mit Perplexity, Jamin

Fotoporträt Jamin: Fyeo

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