Zum Inhalt springen

Exklusiver Buch-Abdruck: Die ganze Wahrheit über den Düsseldorfer Handke-Heine-Preis-Skandal 2006 – Kapitel 6: Die Kulturgesellschaft: Vom Schweigen und Schwadronieren

Im Mai vor 20 Jahren – und in den Monaten danach – erschütterte ein Riesenskandal die literarische Welt: Eine Jury der Stadt Düsseldorf hatte dem Dichter Peter Handke den Heinrich-Heine-Preis und das damit verbundene Preisgeld von 50.000 € zugesprochen. 

Doch der Preis wurde dem Dichter bis heute nicht überreicht. Ich habe damals, 2006, darüber ein polemisch-unterhaltsames Buch veröffentlicht: „Der Handke-Skandal – wie die Debatte um den Heinrich-Heine-Preis unsere Kulturgesellschaft entblößte.“  Jeden Samstag veröffentliche ich daraus ein weiteres Kapitel.

Buch-Abdruck: Kapitel 6

Das fiel auf: In dieser Literaturdebatte gab es zu viele, die geschwiegen, und zu viele, die zu wenig gesagt haben. Während die Handke- und Heine-Experten die Chance verpassten, der Diskussion eine diskutable Basis zu geben, besetzten die Schwadronierer die besten Plätze. „Das bigotte ‚Hau den Handke’-Spiel hat sich verselbstständigt, jedes Plappermaul innerhalb und außerhalb des Stadtrats darf den Holzhammer schwingen und sich gut fühlen“, beobachtete der Literaturkritiker Olaf Cless im Düsseldorfer Obdachlosen-Magazin „Fity-Fifty“ ironisch, „der Düsseldorfer Heine-Preis habe einen hohen Stellenwert, sagte die CDU-Stadtverordnete Hildegard Kempges – oder war es Frau Strack-Zimmermann (FDP) oder Herr Karen-Jungen (Grüne) oder Frau Steller (SPD) oder Landesvater Rüttgers oder Chocolatier Heinemann – und fügte hinzu: ‚Da muss man den Preisträger nicht nur als literarische, sondern als Gesamtpersönlichkeit sehen.’“

Da stichelte der gern auch als „Literaturpapst“ titulierte Hellmuth Karasek über seine Exkollegin vom „Literarischen Quartett“, Jury-Mitglied Sigrid Löffler, sie habe „Düsseldorf den Handke eingebrockt“, und er möchte ihr jetzt die „Rote Neu-Rose“ verleihen. 

Handke habe nicht nur den Heine-Preis verdient, sondern den Nobelpreis, tönte der Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann: „Der jetzt entbrannte Streit hat bei aller Fürchterlichkeit vielleicht auch Gutes. Wir erkennen, dass Meinungsfreiheit auch im Westen nicht mehr besteht.“

Thema verfehlt. Peymann hatte wohl übersehen, dass nicht nur er selbst, sondern jeder, der wollte, sich in dieser Debatte und auch vorher zu allen Kriegen zu Wort melden konnte. Und Peter Handke hatte für manche eher zu viel Meinung geäußert, als zu wenig. Dass des Dichters Meinungsmache gebremst worden war, kann man jedenfalls bei sechs Büchern zu den jugoslawischen Kriegen und weiteren Essays, Artikeln und Interviews zum Thema Serbien nicht behaupten. Als „kompletten Unfug“ bezeichnete denn auch Richard Herzinger in der „Literarischen Welt“ Peymanns Einwürfe.

Der Schriftsteller Ralph Giordano merkte an, Handke habe zu viel gesagt, was ihn „eindeutig auf die serbische Seite“ stelle. Der Autor Tilman Sprenger erklärte, mit der Preisvergabe an Handke füge man dem Namen Heines großen Schaden zu. PEN-Präsident Johannes Strasser bezeichnete den Schiedsspruch der Jury in vieler Hinsicht als falsch und kritisierte die Entscheidung des Stadtrats, die Preisverleihung zu verhindern, als politisch motivierte Einmischung.

Der Düsseldorfer Schauspieler und Regisseur René Heinersdorf, Intendant im „Theater an der Kö“, erkannte die komischen Seiten der Streitereien und verfasste ein Schmunzelstück über die Jury, das zwar nicht für eine abendfüllende Theaterveranstaltung, aber immerhin für eine Tageszeitungsseite reichte. In der Farce nimmt Heinersdorff  unter anderen auch Jury-Mitglied Marit von Ahlemann aufs Korn. Er legt ihr diese Sätze in den Mund: „Apropos Serbien. Ich glaube, ich habe da mal was in der Zeitung gelesen. War der Handke nicht beim Milosevic auf der Beerdigung? Ich weiß nicht, ist das denn der Richtige?“

„Eigentlich sollte Rene Heinersdorf im Theater an der Kö ein Stück aufführen. Titel: ‚Wie ein OB versucht, einem Schriftsteller literarisch wo rein zu kriechen’“, legte die FDP-Fraktionschefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann wenig damenhaft nach.

Diejenigen, die wirklich etwas hätten sagen sollen, flüchteten sich in Schweigen. Und diejenigen, die besser erst nachgedacht hätten, gaben ihren Düsseldorfer Senf dazu. Die Debatte offenbarte die Schwächen unserer Kultur-Gesellschaft: die Verflechtungen von Kunst und Politik, die Kurzatmigkeit vieler Diskussionsbeiträge, die Unfähigkeiten mit Kritik umgehen, die Oberflächlichkeiten der Kulturverwalter, die Zögerlichkeiten der Gelehrten wie die Angst der Kulturexperten. Argumente werden vielfach Partyhäppchen gleich serviert. Kaum einer geht auf den anderen ein. „Die Preisvergabe muss überarbeitet werden“, verkündete etwa die CDU-Ratsfrau Hildegard Kempkes, „aber bitte ohne großes Gepolter“.

Viele beklagen heute die Schwachheiten so mancher Fernsehtalkshows – aber sind das nicht genau die Spiegelbilder der Realität? Bis zum Jahresende 2006 ist in Düsseldorf nicht eine Diskussionsveranstaltung zu dem Heine-Debakel geplant – so sprachlos wäre selbst ein Kaninchenzüchterverein nicht gelieben. Und auch in der öffentlichen Diskussion befasste sich kaum jemand mit den Argumenten der medialen Kombatanten. Jeder war bemüht seine ihm wichtigen Botschaften zu platzieren und sich selbst in gutes Licht zu setzen. Um dieses Ziel zu erreichen, ignorierten sie Fragen und Inhalte, so dass sich der Zuschauer gelegentlich wie in der Praxisprüfung eines Rhetorikseminars vorkam, wo es darum geht, dadurch zu punkten, möglichst viele eigene Botschaften zu platzieren. Was für eine Gesprächskultur!

„Welches Verantwortungsgefühl hatten eigentlich diese Leute, die jetzt über die Verantwortung des Dichters schwadronieren, aber immerhin über 50.000 Euro, Heine und die Kultur zu beraten hatten“, fragte der Herausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Frank Schirrmacher, „was ist das für eine Jury, deren Mitglieder offen erklären, die Texte nicht zu kennen, deren Urheber sie auszeichnet?“

„Spiegel“-Redakteur Matthias Matussek flankierte Schirrmachers Unmut: „Natürlich ist es eine Versuchung für jede Kulturbetriebsnudel, so einen zu nominieren. Der Skandal ist garantiert, und jede Menge Geschnatter und Bohei gleich mit. Sigrid Löffler war zu schwach, um zu widerstehen; sie und weitere.“

Einen schweren Schlag versetzte das Debakel um den Heine-Preis aber auch der Stadt Düsseldorf und dem Heine-Preis selbst. Die Auswirkungen beurteilte Matussek so: „Der Heine-Preis funkelte. Jetzt ist er tot.“

Vor Ort urteilte man etwas milder, versuchte das bundesweit Aufsehen erregende Debakel etwas herunterzuspielen. „Die politisch-literarische Auszeichnung bleibt dennoch beschädigt“, kommentierte Marion Troja in der „Westdeutschen Zeitung“, „dafür hat die provinzielle Posse gesorgt“. Und auch NRZ-Kommentator Jens Dirksen fand kein gutes Wort mehr für den Heine-Preis: „Er hat politische Beulen und schäbige Flecken bekommen. Fraglich, ob diesen Heine-Preis denn noch jemand haben möchte, solange dabei die Lokalpolitik das letzte Wort hat.“ „Wer will jetzt noch einen Preis haben, den man Handke nicht gegeben hat“, fragte auch der Inhaber der Düsseldorfer Heine-Buchhandlung, Rudolf Müller.

Wie konnta das passieren, wo doch ein ganzen Heer von Heine-Wächtern aus Stadtverwaltung, Heinrich-Heine-Gesellschaft, Heine-Institut und Heine-Universität nichts anderes zu tun hat, als eifersüchtig darüber zu wachen, das sich keiner des Namens Heine bedient, der nicht in ihr Konzept passt. Und dann das: Bereits zum Start der Debatte titelte die „Rheinische Post“: „Heine-Jury blamiert Düsseldorf.“

Das sah auch die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Claudia Nell-Paul, so. Sie forderte sogar den Rat der Stadt Düsseldorf auf, dem Votum der Jury nicht zu folgen und gegen eine Vergabe des Preises an Handke zu stimmen. Zwar sei die Unabhängigkeit der Jury ein hohes Gut, dagegen stünden aber die Zukunft des geachteten Heine-Preises sowie der gute und weltoffene Ruf der Stadt Düsseldorf.

Der war schnell kaputt. „Zeit“-Feuilletonistin Iris Radisch beobachtete „weit und breit nichts als Hohn für den Düsseldorfer Stadtrat, der sich dieser Jury zu erwehren suchte. Er wurde verspottet als dreiste, illiterale Spießertruppe mit unaussprechlichen Doppelnamen, der ein Urteil über das entfesselte Denken großer Männer nicht zustünde“. Und der Schriftsteller Günter Grass kommentierte die Korrekturbemühungen der Düsseldorfer Ratsmitglieder in der „Zeit“ mit einer sich selbst beantwortenden Frage: „Wie kann ein Stadtparlament kompetent sein, ein Fehlurteil überhaupt zu erkennen.“

So etwas tut so weh, so dass auch ein Werbespezialist bemüht wurde, um der Stadt den Image-Schaden wieder auszureden. „Für das breite Publikum hat das Ganze keine Relevanz, weil die wenigsten wissen, wer Herr Handke ist, noch die Jury-Mitglieder im Einzelnen kennen“, wiegelte der Europa-Chef der in Düsseldorf ansässigen Werbeagentur Grey, Bernd M. Michael, ab. Im Gespräch mit der RP-Redakteurin Denisa Richters versicherte er, dass man es in intellektuellen Kreisen nicht dem Image der Stadt Düsseldorf anlasten werde, sondern es auf die Personen zurückführen, die hier eine nicht zu Ende gedachte Entscheidung getroffen haben.

Ein wenig unbedacht schoss der prominente Werber damit gleich drei wichtigen Repräsentanten Düsseldorfs vor den Bug: dem Düsseldorfer OB Joachim Erwin, seinem Stellvertreter Dirk Elbers und dem Kulturdezernenten Hans-Georg Lohe – alle drei ja Jury-Mitglieder und somit zu den Entscheidern zu zählen. Und wenn in Düsseldorf und über die Stadtgrenzen hinaus ein Politiker bekannt ist, dann ist es Joachim Erwin. 

Der OB ist der perfekte „Mister Düsseldorf“. Er verkörpert, was Düsseldorf sein will – und wohl auch ist: Wirtschaftsstadt, Metropole, Zukunftsstandort, Freizeitparadies. Kultur ist für Erwin, dem Mann, der die Finanzen der Stadt wirklich gut im Griff hat, nur wichtig, wenn man damit angeben und andere Städte ausstechen kann. So wird die Oper frisch renoviert, die Museumsmeile erhält laufend neue Inhalte – und auch der Heine-Preis sollte mit aufgemotzter Preissumme Düsseldorfs Ruhm mehren.

„Der Heine-Preis ist nicht durch Handke beschädigt worden“, brachte Matthias Matussek das Desaster auf den Punkt,, sondern durch jene, die ihn benutzten, um sich selbst zu profilieren, entweder als Königsmacher oder als Königsmörder“.

„Das Heischen nach Sensationen, mindestens aber nach Großformat führt unter der Bedingung von Reichtum – fein für die Künste! – zwar automatisch zu bedeutender Dotierung“, resümierte der Kulturchef der „Rheinischen Post“, Torsten Casimir, „zu wegweisender Wahl führt es nicht ohne weiters … jedenfalls lässt sich das Desaster des renommierten Heine-Preises als Lehrstück über die traurig komfortable Lage der Künste in der Endverbrauchermetropole Düsseldorf lesen“. Das starke, in Wirtschaftsdingen segensreich wirkende Machtgeflecht des OB – so Casimir weiter – verhindert bei kulturellen Fragen manch offenes Wort.

Es irritierte die Düsseldorfer nicht, dass ihr Überbürgermeister einen bewundernswert aufrechten Gang bewies, als er für Handke einschritt. Erwin ist ein Kämpfer, der zu seinem Wort und seinen Taten steht – was immer auch an Gegenwind kommt, er bleibt sich selbst und seiner Meinung treu. Und geht zur Not auch mit einem Handke unter, was sein ätzender Abschiedbrief an den Preisträger deutlich zum Ausdruck bringt. Erwin räumte keine Fehler ein, vielmehr machte er aus dem Brief an seinen Preisträger eine scharfe Waffe, die er gegen seine politischen Gegner abfeuerte – auch gegen jene in seiner eigenen Partei. Etwa gegen Düsseldorfs CDU-Chef Klaus-Heiner Lehne, der seine Freunde zum Rückzug blies: „Wir sollten nicht die Letzten sein, die am Ende hinter einem Vorschlag stehen, den wir nicht favorisiert haben.“

Kenner der Düsseldorfer Kulturszene verwundert es nicht, dass es einmal zu einem großen Knall kommen würde. Sowohl die Stadt Düsseldorf wie auch die Heinrich-Heine-Gesellschaft und das Heine-Institut hatten zuvor bereits gezeigt, wie empfindlich sie sind, wenn es um Literatur und Politik, aber auch um ihren Heine geht. 

So beschäftigte erst kurze Zeit vor Bekanntwerden der Jury-Entscheidung pro Handke ein anderer, kleiner Literaturkrach die rheinische Landeshauptstadt. Er machte überregional keine Schlagzeilen, besaß aber Brisanz, weil er deutlich machte, wie in Düsseldorf mit dem gedruckten Wort umgegangen wird. Ja, da war auch schon von Zensur die Rede.

Was war geschehen? Der Düsseldorfer Krimi-Autor Horst Eckert hatte im März 2006 in der Anthologie „Blutgrätsche“ eine kleine Satire mit dem Titel „Wege zum Ruhm“ veröffentlicht. Ein Staatsanwalt ermittelte gegen einen Düsseldorfer Oberbürgermeister im Zusammenhang mit dem Bau der am Rhein tatsächlich existierenden, gerade fertig gestellten LTU-Arena, ein Fußball- und Showplatz. 

Die Premierenlesung sollte in der städtischen Zentralbibliothek stattfinden. Eckert und sein Dortmunder Graffit-Verlag hatten den Termin mit der Bibliotheksleitung wohl vereinbart, ohne dass die städtischen Mitarbeiter wussten, auf was sie sich da einließen. Denn als bekannt wurde, was für einen Krimi sich der in Düsseldorf beliebte Schriftsteller und Glauser-Preis-Träger Eckert da hatte einfallen lassen, wurde er kurzerhand von der Stadtbibliothek ausgeladen – angeblich, weil es dem Stück an Qualität mangele.

Zwar wollte Oberbürgermeister Erwin keine Ahnung von dieser Zensurmaßnahme gehabt haben, doch glaubte ihm das in Düsseldorf niemand. Die Stadtoberen taten, als gehörte ihnen die Stadtbücherei persönlich und nicht dem Volk. „Die Geschichte geht zu weit. Wir müssen dies nicht auch noch unterstützen“, hieß es im Düsseldorfer Rathaus, was den Autor zu einer harschen Reaktion veranlasste. „In dieser Stadt scheint eine Angststimmung zu herrschen, so dass Angestellte der Stadt schon vorab Maulkörbe verteilen. Offenbar kann Oberbürgermeister Joachim Erwin Kulturveranstaltungen zensieren, wenn ihm der Inhalt nicht behagt.“ Auch der Verlag protestierte gegen „diesen selbstherrlichen Zensurakt der Verwaltung“. Man erwarte von Erwin, sich „nachdrücklich für die Freiheit des Wortes einzusetzen“. 

Mit Zensur kannte sich der OB also aus, als er jetzt als Vorsitzender der Heine-Preis-Jury selbst ausgebremst wurde, und man darf unterstellen, dass der von seiner eigenen Ratsmannschaft beschädigte Erwin sicher auch den Eckert-Krach im Hinterkopf hatte, als sich die Stadt nun erneut mit Zensur-Vorwürfen befassen musste – die diesmal allerdings auf nationaler Medienbühne ausgebreitet wurden.

Bezeichnend: Im Fall Eckert sprangen dem Autor nur ein paar Freunde wie der Kabarettist Manes Meckenstock und der Buchhändler Grauert bei. Düsseldorfs Heine-Experten, die doch eigentlich in Fragen von Zensur und Autorenabmeierei durch Obrigkeiten hellwach sein müssten, saßen schweigend auf ihren meist staatlich bezuschussten Stühlen.

In Düsseldorf gibt es gleich drei Institutionen, die sich mit dem Namen Heine schmücken und seinen guten Ruf für sich reservieren. Heines offizielle „Verwalter“ sind: das Heine-Institut, die Heine-Gesellschaft und die Heine-Universität. Welche Rolle spielten sie im Heine-Preis-Streit? Die Antwort vorab: Die denkbar schlechteste.

Das Heine-Institut ist – so die Selbstdarstellung – „mit seinen umfangreichen Archiv- und Bibliotheksbeständen ein Zentrum der internationalen Heine-Forschung … Es wendet sich mit der ständigen Ausstellung „Heinrich Heine. Nähe und Ferne“ an eine an Heine interessierte Öffentlichkeit und informiert mit wechselnden Sonderausstellungen über Themen, die sich aus dem Heine-Umkreis und den verschiedensten Heine-Bezügen ebenso ergeben wie aus den Themenschwerpunkten des Hauses im 20. Jahrhundert. Ein regelmäßiges Veranstaltungsprogramm bezieht sich auf die Bestände von Archiv und Bibliothek, informiert über den Stand der Forschung, begleitet die Sonderausstellungen und bietet ein Forum der kritischen Literaturvermittlung und –diskussion“.

Von letzterem Leistungsmerkmal war aber in der ganzen Debatte nichts zu bemerken. Der Leiter des Heine-Instituts, Prof. Dr. Joseph Anton Kruse, rang sich nur eine müde Stellungnahme ab. Er sei weder ein großer Kenner noch ein Anhänger von Handke; der sei aber des Heine-Preises würdig, schließlich klebe an seinen Händen kein Blut. Das war als aus dem Heine-Institut, auf dessen Internetseiten die Heine-Preis-Debatte nicht stattfand.

Ein ähnlich schwaches Bild dokumentierten auch die Internetseiten eines weiteren Heine-Verwalters von eigenen Gnaden: Die Heinrich-Heine-Gesellschaft, die auch Sitz und Stimme in der Heine-Preis-Jury hat. Auch hier kein Homepage-Hinweis auf den Streit oder eine Beteiligung an der Debatte, obwohl doch eine Vertreterin der Gesellschaft, Gabriele von Arnim, als Jury-Mitglied an dem Desaster beteiligt war.

Die Gesellschaft wirbt nicht gerade unbescheiden für sich: „Aus kleinen Anfängen hat sich die Gesellschaft zu einer der progressivsten und angesehensten literarischen Gesellschaften der Bundesrepublik Deutschland entwickelt. Sie zählt heute über 1200 Mitglieder in vielen Ländern.“

Schwerer wiegt, dass die Gesellschaft in der Heine-Debatte ihre eigenen Grundsätzen nicht eingelöst hat: „Literatur muss, um lebendig und unter den verschiedensten Bedingungen wirksam zu sein, vermittelt, gelesen, verstanden, besprochen, kritisiert werden… Die literarische Gesellschaft bietet hier ein Forum für Meinungsaustausch, gegenseitige An- und Aufregung, Kontroverse und Meinungsbildung, aber auch literarische Geselligkeit. Literarische Werke und ihre Autoren müssen, um zu leben, jenen notwendigen öffentlichen und persönlichen Freiheitsraum gewinnen, der die Entfaltung von Alternativen, von Kritik, von Irritation, Phantasie, Neuerung, Erinnerung und ihrer jeweiligen sprachlichen Gestaltung ermöglicht. Die Heinrich-Heine-Gesellschaft will somit offen sein für verschiedene geistige und politische Richtungen, sie versteht sich als Vereinigung von Menschen, die den spezifischen Freiheitsraum der Literatur ausbauen und sichern helfen, wie er in der Heine-Zeit, der Zeit des Jungen Deutschland und des Vormärz, schon angestrebt worden ist.“

Nur leere Worte. 

Unsere Kultur-Gesellschaft mist die Bedeutung von Institutionen, von Personen und Preisen leider zuwenig an Taten. Gemessen an ihren eigenen Grundsätzen hat die Heinrich-Heine-Gesellschaft also in der Heine-Preis-Debatte komplett versagt. Die Rubrik „Aktuelles“ auf dem Internetauftritt der Gesellschaft befasste sich Mitte August 2006 noch mit einem Schülerwettbewerb, der Anfang Juni veranstaltet, und einem Heine-Schumann-Kongress, der im Mai 2006 angehalten worden war. Das aktuelle Veranstaltungsprogramm  warb um ein Kolloquium „Krieg und Utopie. Kunst, Literatur und Politik im Rheinland nach dem Ersten Weltkrieg“ – von Handke und den Jugoslawischen-Kriegen, allemal eine Betrachtung wert, kein Wort. 

So zurückhaltend, wie sich die Gesellschaft in dieser Debatte zeigte, ist sie allerdings nicht immer. Insbesondere nicht, wenn es um „Mitbewerber“ um die Strahlkraft Heinrich Heines geht.

So blies etwa 2001 die damalige Vorsitzende der Heine-Gesellschaft, Hergard Rohwedder, in der „Rheinischen Post“ zum Angriff gegen einen vermeintlichen Heine-Konkurrenten: „Noch deutlicher will sie (Rohwedder, die Red.) damit auch eine Trennlinie zum Heine-Freundeskreis ziehen, der selbst keine literarischen Ambitionen pflegt. Und der dennoch mit der Heine-Gesellschaft zum Leidwesen der Literatur-Liebhaber noch immer verwechselt wird.“

Dieser Attacke erreichte die Heine-Freunde, ein Kreis von rund 350 zum Teil prominenten, an Kultur interessierten Politikern, Künstlern, Wissenschaftlern und Unternehmern, völlig unerwartet. Der Vorsitzenden Karl-Heinz Theisen sah sich genötigt, den Leidensdruck der Literatur-Liebhaber in der Heine-Gesellschaft zu mildern und in der öffentlichen Diskussion zu versichern, dass man kein Konkurrenzunternehmen zu der angesehenen Gesellschaft sei oder sein wolle: „Wir orientieren uns an der Persönlichkeit von Heinrich Heine, der uns auch in der heutigen Zeit sehr viel zu sagen hat. So setzen wir uns z.B. kritisch für Düsseldorf ein, tragen engagiert zum kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Bewusstsein bei, verschaffen uns Gehör – wo es notwendig ist – und fördern die Weltoffenheit unserer Stadt … Das alles schließt aber nicht aus, dass die Mitglieder des Heine-Kreises – um nur einige zu nennen: Oberbürgermeister Joachim Erwin, Paul Spiegel, Präsident des Zentralrates der Juden, Künstler Prof. Jörg Immendorff – richtig lesen und schreiben können und sich privat mehr oder weniger intensiv mit Literatur beschäftigen und auseinandersetzen. Einige leben sogar davon!“

Den vorläufig letzten Angriff auf die Heine-Freunde startete die Heine-Gesellschaft Anfang 2006. Als die Heine-Freunde noch intern diskutierten, ob sie nicht im Namen Heines einen Zeitgenossen mit einer „Auszeichnung für Zivilcourage“ beehren sollten. Die Heine-Gesellschaft reagierte sofort – und warf den Heine-Freunden öffentlich vor, dem Ansehen des etablierten Heine-Preises durch die Installation eines Konkurrenz-Preises zu schaden. 

Wer nicht abwarten möchte und alle Kapitel komplett lesen will, hat dazu nur noch begrenzt Gelegenheit: Von dem Buch gibt es noch eine Restauflage. Das Buch kann zum Sonderpreis von 12,60 € inkl. Versand unter folgendem Link beim Magenta-Verlag bestellt werden. https://magenta-verlag.de/produkt/der_handke_skandal/
Wer nicht abwarten möchte und alle Kapitel komplett lesen will, hat dazu nur noch begrenzt Gelegenheit: Von dem Buch gibt es noch eine Restauflage. Das Buch kann zum Sonderpreis von 12,60 € inkl. Versand unter folgendem Link beim Magenta-Verlag bestellt werden.

Wie die in diesem Buch beschriebenen Ereignisse des Jahres 2006 zeigen, waren es nicht die Heine-Freunde und ihr Preisträger, der Schriftsteller Walter Kempowski, sondern die Heine-Verwalter selbst, die den Heine-Preis nachhaltig beschädigten und ihn weit über Stadt-, Landes- und sogar Bundesgrenzen hinaus der Lächerlichkeit preisgaben.

Die dritte Institution, die sich mit dem Namen Heinrich Heine schmückt, stand in der Debatte nicht besser da als die beiden anderen Einrichtungen. 

Die Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf hatte schon immer mit Heine Probleme – und hat sie noch heute. Obwohl sie sich – nach langem Krach um die Namensgebung – seit rund zwei Jahrzehnten zum Poeten bekennt und diesen gar zum Namenspatron erhob, hat sie es bis heute nicht geschafft, dem Dichter einen gebührenden Internet-Platz auf der Homepage einzuräumen. Eine Volltextsuche im Uni-Portal bringt immerhin 343 Treffer zu „Heine“ – auf Platz 1 steht: „Hochschulsport Düsseldorf, Wer darf teilnehmen / Kosten“.

Immerhin steht auf der Homepage der Universität eine Präambel, die wohl Professoren wie Studenten auf den Geist Heines einschwören soll: „Die Heinrich-Heine-Universität ist ihrem Namenspatron verpflichtet: Brillanter Intellekt, weltoffener Geist und weites Herz, Toleranz gegenüber anderen Menschen und Meinungen, Engagement für den Kulturraum Europa und die Stadt Düsseldorf – Leben, Werk und Vermächtnis Heinrich Heines sind der Universität ein dauernder Ansporn.“

Diese Verpflichtung scheint nicht viel Gehör auf dem Campus zu finden und für den Rektor der Universität, Alfons Labisch, nicht zu gelten. Selbst von dem brillanten Intellekt war in der Debatte erst gar nichts und schließlich nicht sehr viel zu spüren. Die RP-Redakteure Denisa Richters und Hans Onkelbach meinten jedenfalls, dass „den Rektor der Heine-Universität derzeit die Gedanken an den Namensgeber seine Hochschule die Ruhe rauben müssen. Jedenfalls lässt sich Alfons Labisch seit Tagen am Telefon verleugnen und ruft – angeblich verreist – auch nicht zurück, um endlich Stellung zu nehmen zum Eklat: Gerade von Labisch hatten viele ein erklärendes Wort erwartet.“

Erst nach zweiwöchigem Schweigen ließ sich Labisch, selbst ja Jury-Mitglied, zu einer knappen Pressemitteilung bewegen: „Die Diskussion um die Preisverleihung hat eine Reihe von grundsätzlichen Fragen zum Stellenwert der Literatur im gesellschaftlichen Diskurs aufgeworfen. Die Heinrich-Heine-Universität wird deshalb eine wissenschaftliche Veranstaltungsreihe zu dem Thema ‚Poesie, Politik und Presse‘ durchführen. Diese Veranstaltungsreihe soll von den Studierenden, den Mitgliedern der Universität und den Bürgern der Stadt Düsseldorf gemeinsam getragen werden.“

Noch ein paar Tage länger brauchte der Rektor, um wenigstens eine längere Stellungnahme in die Debatte einzuwerfen – als Essay „Heine-Preis 2006: Heinrich Heine und Peter Handke oder: Was darf Kunst?“ getarnt. Originalton Labisch: „Nach der Bekanntgabe des Preisträgers für den diesjährigen Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf erhob sich ein Presse-Orkan, der seinesgleichen sucht. Er fegte über die Republik und das benachbarte Ausland hinweg, Ausläufer überquerten den Atlantik. Heinrich Heine, Peter Handke und Düsseldorf stehen im Zentrum eines kulturellen Streites, wie ihn Deutschland seit langem nicht erlebt hat. Für viele aufgeklärte Zeitgenossen würde dies eine der interessantesten Debatten seit Jahren sein, sofern sie nicht im aufgeheizten, politisierten Stile geführt würde“, schrieb Labisch, resümierte ein wenig über den Autor Heine, über Heine in Düsseldorf und Handkes Werke und sein Handeln, um schließlich von der aktuellen Debatte abzulenken: „Der Streit, der in Deutschland und andernorts um den Heine-Preis 2006 tobt, hat längst eine neue Dimension gewonnen. Es geht nicht mehr um Heine oder Handke, es geht längst um die Frage ‚Was darf Kunst?’“

Doch, es ging um Heine und Handke, aber der Rektor hatte dazu nichts zu sagen und lenkte weiter vom Thema ab: „Darf ein Künstler mit seiner Kunst – hier also mit Buchstabenwerk – die Menschen, die öffentliche Meinung mit anderen Ansichten konfrontieren? Wo hört die Kunst auf, wo fängt die Politik an? Die Wirklichkeit der Kunst versus die Wirklichkeit der Politik, das ist die Frage, die sich am Casus Handke entzündete. Zur Debatte stehen nicht nur die Texte und Auftritte Handkes. Zur Debatte steht, ob sich in Deutschland unter dem Diktum der ‚political correctness‘ klammheimlich so etwas wie eine Zensur entwickelt hat.“

Labisch hätte sich gut mir der Zensur vor seiner Haustür befassen können; er selbst war ja als Jury-Mitglied ein Opfer der politischen Zensur in Düsseldorf. Stattdessen kündigte er vollmundig eine Veranstaltungsreihe an, wie sich später herausstellen sollte, nichts als eine Ablenkungsmanöver war, die laufende Heine-Debatte nicht auf die Tagesordnung der Uni zu setzen. Labisch: „Statt sich im Presse-Sturm zu verausgaben, hat die Heinrich-Heine-Universität gehandelt: Es ist ihr gelungen, für die erste Vorlesung in der Reihe ‚Poesie, Politik, Presse’ Herrn Prof. Dr. Karl-Heinz-Bohrer zu gewinnen, der wie kaum ein anderer mit seinem Œuvre, seiner Mitherausgabe der Zeitschrift ‚Merkur’, seiner Sprache und seinem Handeln den freien Raum der Kunst als Provokation zu einem riskanten Denken vertreten hat.“

Zauderer Labisch versuchte so – auch auf Kosten Professor Bohrers – seine lange Leitung zu bemänteln. Doch statt mit einem echten Handke-Diskurs zu glänzen, toppte er sein persönliches Debakel in der Debatte noch einmal. Die anwesenden Bürger und Kritiker glaubten, auf der falschen Veranstaltung zu sein. Im ganzen Vortrag von Bohrer fiel kein Wort zu Handke & Heine – sondern erst hinterher. „Vorher ging es tatsächlich nicht um Handke. Bohrer, emeritierter Literaturwissenschaftler aus Bielefeld und lange Jahre Literaturchef der FAZ sprach über ‚Stil als Provokation. Paradigmen eines emphatischen Begriffs’“, notierte RP-Feuilletonist Claus Clemens. 

Hinterher, nach dem Vortrag, war auch so wenig vom Heine-Preis zu hören, dass der Literaturkritiker Hubert Winkels im Studio des Deutschlandradio im Gespräch mit Moderator Stefan Koldehoff unverblümt von „Etikettenschwindel“ sprach.

Koldehoff: „Zu den vielen, die sich im Disput um die Vergabe des Düsseldorfer Heinrich-Heine-Preises reichlich blamiert haben, gehört neben Einzelpersonen auch eine Institution: die Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität…“

Hubert Winkels: „Herr Alfons Labisch, der Rektor war in der Jury zum Heine-Preis. Er hat anders als alle anderen sich nicht geäußert, wie er sich entschieden hat. Er ist zwei, drei Wochen verschwunden. Ihm wurde richtig nachgestellt von der Presse. Man wollte wirklich wissen, wie er es hält mit Handke, mit Heine. Aber er war nicht aufzufinden. Die nächste Äußerung an die Öffentlichkeit war mit großem Aplomb angekündigt, wir holen diesen ganzen kleingeistigen Diskurs in eine viel größere Dimension, kulturgeschichtlich, die Geisteswissenschaften werden insgesamt einbezogen, eine Reihe wird an der Universität veranstaltet. … Es ist ein Etikettenschwindel. Offenbar war die Veranstaltungsreihe schon lange geplant, offenbar war Herr Bohrer schon lange eingeladen. Jeder der Herrn Bohrer kennt, aus den Veröffentlichungen in ‚Merkur’, aus seinen Büchern, weiß, dass er sich seinerseits zu diesen kleinteiligen, moralisch-politischen Diskursen des Alltags ungern, fast gar nicht äußert und so war es denn auch. Es war ein Vortrag voll von Spannung, Erwartung, im Auditorium, das vor allen Dingen an der Uni von städtischen Besuchern geprägt war, und es kam nichts über Handke. Mann, musste ich da sagen, ich musste nachfragen, aber auch wegen Handke sind wir hier, um Ihnen einige Sätze zu entlocken. Die kamen dann ein bisschen altprophetisch grummelnd, schwer tropfend, ja Handke sei im Sinne Nietzsches jemand, der einen großen Stil habe oder dem man einen großen Stil attestieren könne. Das ist kein Individualstil mehr, das ist eine Transzendenz des Alltags und des normalen Gefüges hin zu dem, was er mythisch, maskenhaft, künstlerisch, artifiziell nennt, also er, Bohrer.“

Unirektor Labisch scheint ein geradezu selbstzerfleischender Zeitgenosse zu sein – so viele Fettnäpfchen kann sich ja normalerweise kein Mensch selbst stellen. Doch sieht es auch so aus, als dass er sich auf dem Düsseldorfer Campus nicht gerade in bester Gesellschaft befindet. Weder sprang ihm jemand in dieser Diskussion bei, noch beteiligte sich einer der fach- und Heine-kundigen Gelehrten an der Debatte. Keine Zeit? Keine Lust? Keinen Mut?

Das erinnert an die großen Diskussionen um die Bundesverdienstkreuze, deren Verleihungen heute sogar Fußballtrainer mit Köpfchen, also die Klinsmanns, fern bleiben, weil sie die zu Ehrenden als nicht ehrenswert genug empfinden. Und der Streit schärft auch den Blick für all die anderen Literatur-Ehrungen und Kultur-Preise. Geht es hier nicht ebenso geheimbündenerisch wie in Düsseldorf zu? 

Fragen danach, wer die wahren Ehrenhaften, also die Vorbilder in unserer Gesellschaft sind, die es zu ehren und emporzuheben gilt, werden kaum noch gestellt. Zu Ehrende werden heute meist nach den Interessen und Vorlieben der Ehrenden in Literaturgesellschaften, politischen, kulturellen oder gesellschaftlichen Gremien oder Wirtschaftsunternehmen, Interessenverbände und Sponsoren ausgewählt. Preisträger müssen heute vor allem prominent und medienwirksam zu präsentieren sein, oder zumindest den Ehrenden viel Gutes getan haben oder gewillt sein, es in Zukunft zu tun. 

Folgerichtig warf denn auch die „Tagesspiegel“-Autorin Caroline Fetcher in die Debatte ein: „Zu analysieren bleibt die zentrale Frage nach dem Ethos deutscher Kultureliten“.

(Ende des 6. Kapitels aus dem Sachbuch „Der Handke-Skandal“. Fortsetzung mit Kapitel 7 am Samstag, 4. Juli 2026)

Fragen ohne Antwort an Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller

Anfang Mai 2026 habe ich den Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller einige Fragen zum Handke-Heine-Preis-Skandal geschickt. Bis heute habe ich keine Antwort erhalten. Die Fragen:

  1. Ist der Dichter Peter Handke Preisträger des Heine-Preises 2006 – oder nicht?  
  2. Sollte die Stadtverwaltung oder der Stadtrat von Düsseldorf nach 20 Jahren nicht eine klare Lösung für diese Frage finden? Bislang hat sich ja noch kein städtisches Gremium, weder Rat der Stadt noch der Kulturausschuss, mit der Frage befasst, ob Peter Handke Heinrich-Heine-Preisträger ist oder nicht.
  3. Warum ist die Information über den Heine-Preis auf der Website duesseldorf.de so begrenzt? Dort finden sich nicht einmal die Namen der bisherigen Preisträger*innen, die nicht nur den Preis selbst, sondern auch das Kulturleben in der Landeshauptstadt „schmücken“ würden.
  4. Hat die Stadtverwaltung eventuell wegen der ungeklärten Frage der Preisträgerschaft von Peter Handke auf eine Aufzählung der Preisträger verzichtet?

#Shortstorys #Düsseldorf #jaminautor #BlogAufEinenCappuccino  #Literatur  #Kurzgeschichten #BookTok #StoryTok #BuchTok #Handke #HeinePreis #Literaturdebatte #Kulturskandal #Zensurvorwurf #PolitikUndKultur #Düsseldorf #Meinungsfreiheit #Literaturstreit #Kulturpolitik

Foto Buch Der Handke-Skandal: Jamin

Fotoporträt Jamin: Fyeo

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen